6.5 Umweltschutz am Unternehmenssitz

Für sein vorbildliches Umweltmanagement am Standort wurde Studiosus beim Wettbewerb "Büro & Umwelt" des Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewusstes Management (B.A.U.M. e. V.) im Jahr 2012 mit dem ersten Platz ausgezeichnet.

Im Jahr 2009 erhielt Studiosus eine Würdigung durch den Deutschen Nachhaltigkeitspreis für sein Engagement als recyclingpapierfreundliches Unternehmen.

Das Umweltmanagementsystem ist nach DIN EN ISO 14001 zertifiziert und nach EMAS validiert.

Energie, Abfall, Wasser und Papier

Der Energieverbrauch am Standort wird vor allem durch die IT-Infrastruktur (Server, PCs und Drucker) und die Beleuchtung beeinflusst. Durch Maßnahmen wie den Einsatz von Thin- bzw. Zero-Clients, die über 50 % weniger Strom verbrauchen als ein herkömmlicher PC, und eine effiziente Serverstruktur kann der Stromverbrauch weiter reduziert werden. Der Strom stammt zu 100 % aus erneuerbaren Energien. Die Heizenergie wird per Fernwärme geliefert. Die Fernwärme der Stadtwerke München hat nach Aussage des Anbieters eine sehr gute Klimabilanz und soll bis 2040 komplett aus erneuerbaren Energien gewonnen werden.

Das Abfallaufkommen bei Studiosus kann zu etwa 80 % verwertet werden. Nur etwa 4 Tonnen werden jährlich der Beseitigung zugeführt, wobei dieser Restmüll in München für die Fernwärmeherstellung verwendet wird. Gefährliche Abfälle und Elektroschrott werden über zertifizierte Entsorgungsunternehmen oder kommunale Wertstoffhöfe umweltgerecht entsorgt. Abfallvermeidung ergibt sich auch durch eine gute Recyclingfähigkeit und langlebige Produkte. Daher wird beim Einkauf von IT-Geräten und Büroausstattung darauf geachtet.

Wasser wird am Standort in haushaltsüblichen Mengen im Sanitärbereich sowie in der Küche verbraucht. Gängige Wassersparmaßnahmen wie Spül-Stop-Tasten und eine Umstellung auf wasserlose Urinale bei Neuanschaffungen kommen hier zum Einsatz.

Durch den Druck der Reiseunterlagen am Standort ist der Papierverbrauch bei Studiosus um über 50 % höher als in einem reinen Bürobetrieb. Seit vielen Jahren kommt sowohl beim Geschäfts- als auch beim Kopierpapier 100 % Recyclingpapier mit dem Umweltzeichen "Blauer Engel" zum Einsatz. Maßnahmen wie beidseitiges Drucken und Kopieren, ein firmeninternes Intranet sowie diverse IT-Lösungen, die das Ausdrucken von Korrespondenz und Unterlagen überflüssig machen, gehören seit Jahren zum Standard.

Die Klimaanlage im Dachgeschoss wurde 2018 umgebaut und wieder in Betrieb genommen. Die Auswertung des potentiellen Kühlmittelverbrauchs und entsprechender Emissionen kann daher erst im Laufe des Jahres 2019 erfolgen.

1) Hinzunahme des Dachgeschosses (u.a. Kataloglager, Unterlagendruck und -versand) für die Berechnung des Stromverbrauchs. Dadurch ist der Stromverbrauch gesamt sowie pro Mitarbeiter angestiegen.

2) Der Stromverbrauch 2014 und 2016 durch diverse Maßnahmen im IT -Bereich gesenkt werden. In 2018 konnte der Stromverbrauch durch weitere Maßnahmen, u.a. durch den Einsatz von LED-Leuchtröhren, gesenkt werden.

3) Im Abfallaufkommen ist die Aktenvernichtung enthalten. Durch die Auflösung von Aktenlagerbeständen und die Umsetzung der neuen Datenschutz-Grundverordnung, nahm die mobile Aktenvernichtung in 2018 stark zu. Das Gesamtabfallaufkommen der Jahre 2016 und 2017 lag aufgrund ausgesetzter Aktenvernichtung wegen einer laufenden Betriebsprüfung und der Schaffung weiterer Lagerkapazitäten unter dem Abfallaufkommen der Vorjahre.

4) Der Gesamtwasserverbrauch wird im Bürokomplex nach Quadratmetern auf alle Mieter umgelegt. Es gibt keine Unterzähler, daher kann der Wasserverbrauch von Studiosus nicht gesondert ausgewiesen werden. Ein Anstieg des Wasserverbrauchs ist im Zusammenhang mit der zusätzlichen Bereitstellung von Soda-Trinkwasserautomaten sowie neuen Kaffeevollautomaten und der erhöhten Annahme durch die Mitarbeiter aber realistisch.

5) Die Kennzahl wurde für die Berichterstattung 2018/2019 von Heizenergie "pro Kubikmeter und Jahr in GJ" auf "pro Quadratmeter und Jahr in GJ" umgestellt.
Der Anstieg im Heizenergieverbrauch in 2017 basiert auf der Heizung bisher ungeheizter Lagerräume.

6) Auflösung von Altbeständen

7) Angaben liegen wegen ausstehender Nebenkostenabrechnungen noch nicht vor.

Das Thema Biodiversität kommt bei Studiosus nicht zur Anwendung, da die Räumlichkeiten der Firma nur angemietet sind und das Unternehmen somit keinen direkten Einfluss auf die Flächenversiegelung hat.

Kataloge und Werbemittel

Die Kataloge werden auf chlorfreiem Papier mit bis zu 45 % Altpapier aus Etikettenabfällen gedruckt. Der Holzschliffanteil wird aus heimischem Durchforstungsholz gewonnen und garantiert eine mehrmalige Recyclingfähigkeit des Materials. Um den Verbrauch von Rohstoffen einzuschränken, hält Studiosus die Katalogauflage so gering wie möglich.

Bei den Werbemitteln kommen bevorzugt umweltfreundliche Materialien zum Einsatz. Beispielsweise verwendet Studiosus zur Produktion der Kofferanhänger Lederreste, die auf diese Art und Weise der Umwelt zuliebe eine weitere Verwendung finden, und lässt sie im Hinblick auf die CO2-Bilanz sogar in Deutschland produzieren. Auch die neu produzierte Reiseunterlagentasche wird aus ökologischer und unbehandelter Baumwolle hergestellt. Die Taschen wurden in China eigens für Studiosus produziert. Der Hersteller hat in Selbstverpflichtungserklärungen zugesichert, dass der Produzent in China die Arbeitsschutz-Standards einhält, die Studiosus für wichtig erachtet.

1) Für die Berechnung 2017 wurden statt der prognostizierten Teilnehmer die tatsächlichen Teilnehmer angesetzt. Der Wert wurde nachträglich korrigiert. Er liegt aufgrund niedrig kalkulierter Teilnehmerzahlen für 2017 über den Werten der Vorjahre. Die tatsächlichen Teilnehmerzahlen lagen in 2017 dagegen leicht über den Teilnehmerzahlen der Vorjahre.

Selbstverpflichtungserklärung

Studiosus erwartet von allen seinen  Leistungspartnern Grundsätze und Anforderungen auf Grundlage der ILO-Kernarbeitsnormen einzuhalten, die in einer Selbstverpflichtungserklärung zusammengefasst sind. Auch Studiosus hat sich dazu verpflichtet. Die Selbstverpflichtungserklärung umfasst unter anderem Themen wie faire Bezahlung der Mitarbeiter, Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz, keine Diskriminierung, Zwangs- oder Kinderarbeit, auch beim Einsatz von Produkten aus Zulieferländern. Eine Nichteinhaltung der Vereinbarung führt zur Beendigung der Geschäftsbeziehung.

Emissionen

Die Treibhausgas-Emissionen am Standort werden für die Katalog- und Werbemittelproduktion, Dienstreisen, Pendelfahrten der Mitarbeiter, den Post- und Paketversand, den Papierverbrauch und den Stromverbrauch ausgewiesen.

Relevant sind vor allem die Luftschadstoffe Stickstoffoxide (NOx), NMVOC und Kohlenmonoxid (CO), Schwefeldioxid (SO2) sowie Treibhausgase wie Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH4) und Distickstoffmonoxid (N2O). Den größten Anteil (98 %) macht das Treibhausgas CO2 aus. Die Emission der Treibhausgase CH4 und N2O werden zur Berechnung der Gesamtemissionen in CO2-Äquivalente umgerechnet und mit berücksichtigt. Die weiteren Luftschadstoffe Stickstoffoxide (NOx), NMVOC und Kohlenmonoxid (CO) sowie Schwefeldioxid (SO2), die im Verkehr anfallen, sind mit 1,2 % kaum nennenswert und werden von Flug-Emissionsrechnern nicht berücksichtigt.

Dienstreisen gehören bei einem Reiseveranstalter zum Tagesgeschäft. Dennoch wird versucht, sie auf ein notwendiges Maß zu begrenzen, indem nur Dienstreisen genehmigt werden, die unbedingt benötigt werden. Im Dienstreiseantrag, den der Mitarbeiter vor Antritt der Dienstreise stellen muss, werden die CO2-Emissionen, welche die jeweilige Dienstreise verursacht, automatisch ausgewiesen. Dienstreisen konnten durch Maßnahmen wie die Umstellung auf Webinare und Pressekonferenzen mittels Videoübertragung vermieden werden. Die Pendelfahrten der Mitarbeiter versucht das Unternehmen durch einen Fahrtkostenzuschuss für den ÖPNV klimafreundlicher zu gestalten. Durch den Einsatz von Ökostrom und Recycling-Papier können Treibhausgas-Emissionen eingespart werden.

Die gesamte Katalog- und Werbemittelproduktion, die Dienstreisen, den Post- und Paketversand sowie den Geschäftspapierverbrauch gleicht Studiosus durch den Bau von Biogasanlagen in Indien aus (siehe Kapitel 5.6 "Engagement für Klimaschutz"). Die Urkunde über die Menge an kompensierten CO2-Äquivalente im Jahr 2019 wird im 1. Halbjahr 2019 vorliegen.

 1) Pendelfahrten der Mitarbeiter: Der Standort ist langjähriger und einziger Sitz des Unternehmens, daher werden die Pendelfahrten der Mitarbeiter zukünftig nicht mehr gesondert erfasst und berichtet. In der Kennzahl Gesamt Treibhausgas-Emissionen am Standort wird der Mittelwert der erhobenen Daten der letzten drei Jahre angesetzt. Die Maßnahmen zur Reduzierung von Emissionen durch Pendelfahrten, bspw. der finanzielle Zuschuss für den Öffentlichen Münchner Personennahverkehr, bleiben davon unberührt. 

2) Im Jahr 2017 war der Bedarf an Dienstreisen höher als in den Vorjahren. In 2018 sind die Dienstreisen wieder zurückgegangen. Insbesondere der Anteil an Flugreisen ist gesunken (- 25 % im Vergleich zum Vorjahr). Zudem wurden im Jahr 2018 der innerdeutsche Bahn-Fernverkehr durch die Deutsche Bahn klimaneutral gestellt und entfällt daher.

3) Es werden in den Gesamtemissionen der Dienstreisen auch die Dienstreisen externer Dienstleister erfasst. Diese Änderung wurde rückwirkend auch für die Jahre 2016 und 2017 umgesetzt.

4) Enthalten sind Kopier- und Geschäftspapier, Briefumschläge sowie Hygienepapier.

5) Nachträgliche Anpassung des Emissionsfaktors für Kopierpapier in Rücksprache mit dem Kompensationspartner.

6) Hochrechnung der Heizenergie-Emissionen, da die Nebenkostenabrechnung noch nicht abgeschlossen ist.