6.4 Umweltschutz auf Reisen

Klimaschutz

Nach dem Prinzip "reduzieren vor kompensieren" versucht Studiosus, die Umweltbelastung seiner Reisen so gering wie möglich zu halten. Durch das Angebot von Non-Stop-Flügen, ohne Zwischenlandung, kostenlosen "Rail & Fly"-Tickets und der alternativen Bahnanreise ins Zielgebiet sollen CO2-Emissionen vermieden werden.

Das gleiche Ziel hat die Kampagne "Stop the engine - whenever possible", mit der Studiosus bereits 1993 startete. Busunternehmen sollen entsprechende Schilder in den Studiosus-Bussen anbringen. Zum einen, um die eigenen Busfahrer daran zu erinnern, und zum anderen, um auch Kunden und andere Verkehrsteilnehmer darauf aufmerksam zu machen. Bei jährlichen Befragungen der Bus- und Transportunternehmen zu ihrer Umweltleistung gaben mehr als 90 % an, dass sie die von Studiosus veranlasste Aktion "Stop the engine" für sinnvoll halten.

Studiosus bietet gezielt längere Reisen an, da das Verhältnis zwischen Transportaufwand und Aufenthaltsdauer bei diesen Reisen besser ist. Flugreisen unter vier Tagen werden mit Ausnahme von kultimer-Reisen vermieden. 

Seit 2012 werden darüber hinaus für alle Fahrten zu Lande und zu Wasser, die in den Reiseleistungen von Studiosus weltweit enthalten sind, CO2-Kompensationsbeiträge gezahlt. Studiosus rechnet dazu den Treibhausgas-Ausstoß für jeden zurückgelegten Kilometer in einen Geldwert zum CO2-Ausgleich um und finanziert in Höhe des ermittelten Betrags den Bau von Biogasanlagen in China. Für die Saison 2019 hat Studiosus bereits reisebedingte CO2-Emissionen in Höhe von 4.285 Tonnen CO2-Äquivalente kompensiert. Mit dieser Maßnahme möchte das Unternehmen einen langfristigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Für sein Klimaschutz-Engagement wurde Studiosus zahlreich ausgezeichnet. So erhielt das Unternehmen den Touristikpreis von "Sonntag aktuell", den "myclimate Award" der gleichnamigen Klimaschutzorganisation und beim Deutschen CSR-Preis ist es in der Kategorie "CO2-Vermeidung als Beitrag zum Klimaschutz" unter die Finalisten gekommen.

Biodiversität

Die Programme sind so gestaltet, dass sie Rücksicht auf Mensch, Tier und Natur nehmen. In Naturschutzgebieten werden lokale Führer hinzugezogen. Tiere sollen möglichst in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet werden. Der Besuch von Umwelt- und Sozialprojekten gehört zu jeder Studiosus-Reise dazu.

Studiosus hat sich 2014 dazu entschlossen, Elefantenreiten aus dem Programm zu nehmen. Für die Elefanten geht diese Aktivität in der Regel mit einem leidvollen Leben einher. Elefanten sind Wildtiere, die im Gegensatz zu Pferden nicht domestiziert sind. Zum Umgang mit Elefantencamps sind sich die Tierschutzorganisationen nicht einig. Die einen rufen zu einem Boykott auf, die anderen warnen jedoch davor, da man damit den Camps die finanzielle Grundlage entziehe und den Elefanten damit nicht geholfen werde. Daher geht Studiosus den Weg, die Anbieter zu sensibilisieren und ihnen die Chance zu geben, Änderungen vorzunehmen.

Umweltfreundlichkeit der Reisen

Zu den umweltfreundlichsten Reisen bei Studiosus gehören die Reisen im Komfortbus. Bei diesen Reisen ist der Weg das Ziel. Typische Flugreise-Ziele werden umweltfreundlich im Reisebus erreicht (England, St. Petersburg und Skandinavien).

Die Kunden können die Umweltfreundlichkeit ihrer Reise bewerten. Im Jahr 2018 lag die Zufriedenheit mit der Umweltverträglichkeit des Reiseverlaufs bei 94,3 %. Besonderes Augenmerk der Kunden ist neben der Einhaltung des "Stop the engine"-Gebots die Umweltfreundlichkeit der ausgewählten Hotels. Daher bevorzugt Studiosus umweltfreundliche und möglichst "landestypische" Unterkünfte. Die Kundenzufriedenheit mit den Umweltschutzmaßnahmen in den Hotels konnte von 68 % im Jahr 1996 auf rund 87 % im Jahr 2018 gesteigert werden.

1) Auf Basis aller durchgeführten Reisen. Enthalten sind alle Studiosus- und kultimer-Reisen.

2) Treibhausgas-Emissionen aller Flüge inkl. Flüge im Zielgebiet und aller Bus-, Bahn- und Schiffsfahrten im Zielgebiet während der Reise und zur Anreise zum Flughafen, abzüglich der bereits kompensierten Emissionen. Auf Basis aller durchgeführten Reisen. Enthalten sind alle Studiosus- und kultimer-Reisen.

3) Die Erhebung der Kennzahlen für das Jahr 2018 wird im Sommer 2019 mit der Endabrechnung der CO2-Kompensation mit firstclimate erfolgen. Die Zahlen werden in der Umwelterklärung 2020 veröffentlicht.

4) Zum Zeitpunkt der Berichterstattung über 2017 lagen noch nicht alle Daten vor. Die Werte wurden daher nachträglich korrigiert.